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Warum kostenlose Firmeneinträge in einem Online-Branchenbuch nichts bringen außer Ärger

„Jetzt gratis eintragen!“, Firmeneintrag kostenlos“, „Online werben“   oder „Brancheneintrag kostenlos“

So oder so ähnlich lauten die Aufrufe, um die Zugriffszahlen der eigenen Homepage oder die Platzierung in Suchmaschinen vermeintlich gratis und ohne jegliche weitere Verbindlichkeit zu erhöhen. Doch das stimmt so nicht.

Klar kann es unter den unzähligen Branchenbüchern auch mal ein weißes Schaf geben, aber bei den meisten werden die kostenlosen Einträge entweder mit einer internen Verschlüsselung versehen oder z.B. mit Attributen versehen wie das rel=“nofollow“.

Was bedeutet dies?

Nehmen wir letztgenanntes Attribut. Wer sich schon mal den Quelltext einer Internetseite angesehen hat (funktioniert meist so: Rechtsklick an der Maus und dann auf „Seitenquelltext anzeigen“ gehen), der kommt in das Herz eines jeden Auftritts. Egal, was der Nutzer „normalerweise“ zu sehen bekommt, hier steht das, was z.B. Suchmaschinen verstehen und auslesen. Es handelt sich hierbei um Informationen aus einer oder auch mehreren  „Programmiersprachen“. Also Anweisungen in Textform, welche „grob übersetzt“ das Aussehen und die Inhalte einer Homepage definieren.

Was macht nun das Attribut rel=“nofollow“?

Es gibt einer Suchmaschine die Anweisung „die im Link genannte Seite (oder alles auf der Seite) nicht zu verfolgen„. Und nicht verfolgen bedeutet im Klartext: Kein „organischer“, also kein richtiger Backlink. Das bedeutet also ein Eintrag, der im Grunde nicht existiert.

Wären da nicht die Tricks der Unternehmen, welche die Branchenbücher anbieten. Lesen Sie sich unbedingt vorab die AGBs gut durch und halten Sie Ausschau nach Kostenfallen. So kann ein kostenloser Eintrag in ein Branchenbuch nämlich schnell zum Fluch werden.

Bayerische Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung – BayBITV

Barrierefreiheit auf Bundesebene. Barrierefreiheit auf Landesebene.
Die gesetzlichen Verordnungen zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz wurden für die Bundesverwaltung als auch Landesverwaltungen bundesweit angeglichen. Die vorgesehenen Übergangsfristen enden in den kommenden Monaten, je nach Verordnung zu unterschiedlichen Zeitpunkten, längstens bis 2014. Alle Angebote im Internet müssen entsprechend der Informationstechnik-Verordnungen umgesetzt werden und sind verpflichtend einzuhalten. Die Voraussetzungen orientieren sich an den derzeitigen technischen Möglichkeiten und Standards.

Die technische und körperliche „Barrierefreiheit“ (realistischer wäre hier Barrierearmut) bedeutet in der Informationstechnik Menschen mit Behinderung den Zugang hierzu ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zu ermöglichen.

Verpflichtung zur Gleichstellung und Barrierefreiheit in Bayern
Art. 13 Barrierefreies Internet und Intranet

Träger öffentlicher Gewalt im Sinn des Art. 9 Abs. 1 Satz 1 gestalten ihre Internet- und Intranetauftritte und -angebote sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Programmoberflächen, die mit Mitteln der Informationstechnik dargestellt werden, unter Berücksichtigung der nach Satz 2 zu erlassenden Verordnung schrittweise technisch so, dass sie von behinderten Menschen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können; dies gilt entsprechend für die Staatsanwaltschaften. 2 Die Staatsregierung bestimmt durch Rechtsverordnung, nach Maßgabe der technischen, finanziellen, wirtschaftlichen und verwaltungsorganisatorischen Möglichkeiten:

  1. 1. die in den Geltungsbereich der Verordnung einzubeziehenden Gruppen behinderter Menschen,
  2. 2. die anzustrebenden technischen Standards sowie den Zeitpunkt ihrer verbindlichen Anwendung,
  3. 3. die zu gestaltenden Bereiche und Arten amtlicher Informationen,
  4. 4. Übergangsfristen zur Anpassung bereits bestehender Angebote.

Dies bedeutet unter anderem, dass Medien in Form akustischer und visueller Informationsquellen entsprechend untertitelt und mit aussagekräftigen, leicht verständlichen und sinnvollen Bildbeschreibungen versehen werden müssen. Weiter bedeutet dies barrierefreies, valides HTML zu erstellen, ebenso Dokumente, Formulare oder Webanwendungen. Es bedeutet keine Frames und Tabellen im Layout zu verwenden und Datentabellen mit Elementen und Attributen zu versehen. Titel, Überschriften oder Texte müssen als diese ausgezeichnet sein. Die Farben des Layouts, der Schriften und Medien müssen kontrastreich gewählt sein, um die Lesbarkeit nicht zu beeinträchtigen. Webseiten müssen ferner per Tastatur oder Screenreader bedienbar sein…
Lesen Sie hier mehr über „Alles zum Thema Barrierefreiheit im Internet“

Die Verordnungen betreffen aufgrund ihrer Gesetzesgrundlagen die Bundesverwaltung und Landesverwaltungen. Die Gesetze sehen aber ausdrücklich vor, dass die Schaffung eines barrierefreien Internets auch darüber hinaus, auf freiwilliger Basis mittels Zielvereinbarungen, gelten sollte.